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Mama Miezemau und Co
Die Geschichte der Pixi-Bücher


Fakten
* Die ersten Pixi-Bücher in Deutschland wurden 1954 veröffentlicht
* Das amerikanische Original "A Pixie Book" ist seit den 1940er Jahren bekannt.
* Ein Pixi-Buch ist 10 x 10 cm groß, wiegt circa 20 Gramm und hat 24 farbige Seiten.
* Bislang sind mehr als 2.100 verschiedene Titel in über 230 Serien erschienen:
* Im Oktober 2013 kam das zweitausendste Buch heraus.

* Seit Erscheinen des ersten Pixi-Buches sind alleine in Deutschland über 450 Millionen Exemplare verkauft worden.
* Jährlich gehen hierzulande rund 13 Millionen Pixis über den Ladentisch
* Pixi-Bücher werden (oder wurden) in Australien, China, Dänemark, Deutschland, Färöer-Inseln, Finnland, Frankreich,
  Großbritannien, Island, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Kosovo, Kroatien, Niederlande, Mazedonien, Norwegen, Polen,
  Rumänien, Schweden, Serbien, Syrien,Taiwan, Tschechische Republik, Ungarn und in den USA herausgegeben.
* In Deutschland kostet jedes Pixi-Buch 99 Cent.
 

Von Nordamerika nach Kopenhagen

Angefangen hat alles in Kanada und den USA. Dort - und etwas später in Großbritannien - erschien spätestens 1948 das erste "Pixie Book". Im Vergleich zu den Pixis die wir kennen, waren die angloamerikanischen Pixies geringfügig größer, kartoniert und hatten vier Seiten mehr. Darüber hinaus besaßen sie einen Schutzumschlag.


Kanadisches Pixie von 1948

Zeitsprung. Sechs Jahre später, 1954, stellte der dänische Verleger Per Hjald Carlsen, auf einer Messe in Frankfurt seine Version der Pixi-Bücher der Öffentlichkeit vor. Was war bis dahin geschehen? Am 25. April 1953 hatte Carlsen den Carlsen Verlag in Deutschland als Tochterfirma des dänischen Verlags gegründet. Zunächst begann man mit der Herausgabe von Petzi-Büchern. Das sind die Bücher mit dem kleinen Bären Petzi, dem Pelikan Pelle, dem Pinguin Pingo und dem Walross Seebär. Deren Geschichten waren zwei Jahre zuvor zunächst in einer dänischen Zeitung und am 20. September 1952 im "Hamburger Abendblatt" erschienen. Aufgrund des großen Erfolges beschloss man die Geschichten in Buchform zu veröffentlichen und gründete deshalb in Hamburg eine Tochterfirma. 

Per Carlsen wurde auf die amerikanischen Pixie Books aufmerksam und erwarb die Lizenzen oder möglicherweise auch die Rechte an den Büchern. Obwohl die Buchhändler diese Art von Kinderbüchern zunächst als minderwertig empfanden, war der Erfolg überwältigend. Gleich im ersten Erscheinungsjahr erreichten die kleinen Bücher alleine in Deutschland eine Auflage von 100.000 Stück. In Dänemark waren die Käufer skeptischer. Das lang unter anderem daran, dass man - im Gegensatz zu Deutschland - die Pixis als gebundene und nicht als geheftete Ausgabe verkaufte. Erst als man in Kopenhagen ebenfalls zur Heftbindung überging, schnellte der Verkauf rapide in die Höhe. 

Viele Jahre hatte der Carlsen Verlag keine Konkurrenz, aber Anfang der 60er Jahre tauchten die ersten Kopien auf. Trotzdem wurden die Mitbewerber niemals zu einer wirklichen Gefahr für den Verlag. Denn mittlerweile waren Pixi-Bücher zu einem Begriff geworden. Und Carlsen hatte vorgesorgt: Gemeinsam mit dem Namen Pixi wurde das Format 10 x 10 cm als Marke geschützt. Nun durfte kein anderer Verlag Bücher in dieser Größe veröffentlichen. Dass der Markenschutz auch angewandt wird, musste zuletzt das Schuhhaus Salamander erfahren. Die Kornwestheimer hatten die Reihe der grünen Lurchi-Hefte eingestellt und veröffentlichten die stark modernisierten Lurchi-Geschichten in quadratischen Heften, die exakt so groß wie die Pixis waren. Das Format musste geändert werden.

Immer wieder Tiere und Märchen
Das allererste Buch hieß "Miezekatzen", erschien 1954 und kostete 50 Pfennig. Die Ausgabe mit den zwei  Geschichten  "Lutschkätzchen" und "3 kleine Brüder" ist außerordentlich beliebt.  Die  Nummer 1 wurde über ein Dutzend Mal aufgelegt. Und auch noch heute gibt es dieses Buch, zuletzt als Nummer 503 in der Serie 65. Die Erfolgsfaktoren der Pixis waren und sind neben dem handlichen Format, dem niedrigen Preis und dem konstanten Umfang von 24 Seiten natürlich das breite Spektrum der Serie.

 
      Buch Nr. 1  von 1954                      Buch Nr. 503  (ab 1987)

Inhaltlich gibt es kaum ein Thema, dessen sich die kleinen Bände noch nicht angenommen haben. Besonders beliebt sind Tiere, vor allem sprechende. Da tauchen nimmersatte oder tanzende Schweine auf ("Ferkelchen", "Wanda tanzt am Nil"), zähneputzende Krokodile ("Die Zahnputzschule am Nil"), sonnenbadende Pinguine ("Paul Pinguin") oder pfiffige Mäuse ("Pips, der Erfinder"). Märchen, Sagen, Reime und Lieder sind weitere Highlights, die immer wieder gerne veröffentlicht werden. Klasssiker der Kinderliteratur, wie "Struwwelpeter", "Der Rattenfänger von Hameln" oder "Die Stadtmaus und die Feldmaus" durften in der langen Erfolgsgeschichte ebenfalls nicht fehlen. Im Laufe der Zeit ist die Themenbreite größer geworden. Wurden bis in die Mitte der 70er Jahre hinein vor allem Märchen- und Tiergeschichten veröffentlicht, fanden nun auch zunehmend Alltagsgeschichten Einzug in die Bücher. Da geht "Totte zum Arzt" oder "Karin saugt Staub". Und immer wieder wird Weihnachten gefeiert. So bastelt Nele Weihnachtsgeschenke und Carla zaubert mit ihrem Zauberkasten Schnee in der Küche ("Carla und der Zauberkasten"). 

In den letzten 15 Jahren sind die Geschichten differenzierter geworden. Nun wird auch schon mal die heile Welt verlassen  und es werden Alltagsprobleme und Ängste von Kindern geschildert, wie zum Beispiel das Umziehen in eine andere Stadt ("Conni zieht um"), die Suche nach Freundschaften ("Tobi sucht einen Freund") oder der Aufenthalt in einer Klinik ("Conni im Krankenhaus"). Es werden andere Länder und Kontinente besucht ("Max auf Mallorca"), ("Temeo und der König Tonder") und auch Pixis mit religiösem Inhalt sind nun nicht mehr tabu: "Daniel in der Löwengrube", "Wer hat die Sonne denn gemacht?". Und selbst die Emanzipation scheint im Vergleich zu den früheren Büchern gewaltig aufgeholt zu haben. Da fahren Frauen zu Rettungseinsätzen ("Ich hab eine Freundin, die ist Notärztin") und in "Prinzessin Horst" bekommt ein Mädchen einen männlichen Vornamen.  

Pixis erscheinen übrigens fast immer in einer Serie zu jeweils acht Exemplaren. Im März 2011 wurde die Serie 200 veröffentlicht.
 


1500
Pixis aus den Jahren 1954, 1999 und 2007

 
1954-2013
25. April 1953: Per Hjald Carlsen, Geschäftsführer des dänischen Illustrationsforlaget/Presse-Illustrations-Bureau in Kopenhagen, gründet eine deutsche Tochtergesellschaft, den Carlsen Verlag in Hamburg
1953 Zunächst beginnt man mit dem Abdruck der beliebten Petzi-Geschichten.
1954 Auf der Frankfurter Buchmesse stellt Per Carlsen die ersten acht Pixis vor.
1955 Die zweite Serie mit den Büchern 9-16 erscheint.
1956 Keine neuen Bücher. Nur Nachdrucke der ersten beiden Serien
1957 Erstmals werden über eine Million Pixi-Bücher in einem Jahr verkauft.
1958 Serie 3 (Nummer 17-24) kommt heraus
1959 Nachdrucke der ersten drei Serien

1960 Mit der Nummer 25 verschwindet das Schreibschrift-Logo und wird durch eine modifizierte Version ersetzt.
1961 Der Titel des Buches 36 "Das kleine Reh" wird sechs Jahre später in "Hansi, das kleine Hirschkalb" geändert.
1962 Erstmals kommen in einem Jahr zwei Serien heraus.
1963 Mit "Klein Wuschel" erscheint ein Klassiker, der bis 1988 immer wieder neu aufgelegt wird.
1964 Die Serien 8 und 9 werden publiziert.
1965 Chaos bei der Zählung: Die Numerierung geht bei Nr. 73 weiter, anstatt bei 81. Deswegen gibt es die Ausgaben 73-80 zweimal.
1966 "Petzi und der Kobold" (109) ist das erste Pixi-Buch, in dem der kleine Bär seine Abenteuer erlebt. Über 5 Millionen verkaufte Pixis in einem Jahr.
1967 Sehr schöne Pixis "Wenn ich spiele / träume / schlafe"
1968 Hab ich ewig lang nach gesucht: Nummer 129 "Meine liebsten Tiere"
1969 Bis Ende des Jahres sind 148 Ausgaben erschienen. Eigentlich 144, da die Bände 98 und 99 nie herauskamen und die Bücher 97 bis 98 erst 1974 belegt wurden.

1970 Serie 19 und 20 erscheinen. Mittendrin Pixi 150.
1971 Nur eine neue Serie kommt heraus.
1972 Serie 22 und 23
1973 Serie 24 und diverse Nachdrucke alter Pixis erscheinen.
1974 Die Serie 25 "Kinderreime" (197-208) umfasst zwölf, anstatt acht Pixis
1975 Doppelserie 28/29 (225-236) erscheint
1976 Die Bände 244 bis 252 bleiben unbelegt.
1977 Die kleine Tier Serie
1978 Und auch die Nummern 267-274 erscheinen nicht.
1979 "Die Frau mit den Eiern" (279) ist das letzte Buch in den Siebziger Jahren.

1980 Neuauflagen von Klassiker aus den 50ern und 60ern: 299-306
1981 Pixi kommt. Als gezeichnete Figur. Zum ersten Mal zu sehen: auf der Rückseite der Nummer 320.
1982 Mit nur 12 Büchern ein seehr magerer Jahrgang
1983 Von 28 Büchern sind nur 12 wirklich neu
1984 Nummer 400 erscheint
1985 Neues Logo. Ab Nummer 409
1986 Endlich wieder neue Petzi-Pixis.
1987 Die Serie 65 erscheint bis heute
1988 Waldo kommt
1989 Eine Weihnachtsserie beendet dieses Pixi-Jahrzehnt. Für Statistiker: 596 Pixi-Bücher

1990 Waldo (Hund), Philipp (Maus)
1991 Babar Sonderserie
1992 Mit "Conni kommt in den Kindergarten" beginnt eine überaus erfolgreiche Serie.
1993 Die erste Pixi-Geschichte mit Pixi als Protagonist erscheint: Pixi sucht ein Haus (717)
1994 Bären in der Autowerkstatt, in der Keksfabrik und auf der Baustelle. Die Pixi-Bücher werden 40.
1995 Dixi Dino
1996 Kassette 100 - die "Goldene Pixi Jubiläums-Kassette"
1997 "Was ich gerne werden will"
1998 Wenn die Möpse Schnäpse trinken, Conni-Serie
1999 Jubiläum bei Carlsen. Im September erscheint das tausendste Pixi. Zur Feier des Tages auch als Gold-Pixi erhältlich.

2000 Weihnachtsserie 15 erscheint. Ab jetzt wieder jährlich.
2001 Jorinde und Joringel. Schnapzahl 1111. Conni-Serie
2002 Aus 1,80 DM werden 0,95 Euro.
2003 Neues Logo. Ab Nummer 1193 "Der Frühjahrsputz". Das zwanzigste Conni-Pixi erscheint.
2004 Die längste Pixi-Serie, die es je gab. 50 (!) Bücher!
2005 Mit "Memo-Karten"
2006 Pixi Puzzle
2007 Im März erscheint das 1.500ste Pixi
2008 Der erste Pixi-Adventskalender kommt heraus
2009 Mit "Conni lernt backen" gibt es das 24. Conni Pixi-Buch


2010
Weihnachtsserie Nummer 25
2011 Die goldene Pixi-Box, die 200. Pixi-Serie, der 4. Adventskalender
2012
2013
Im Oktober erscheint das 2000. Pixi-Buch. Titel: Der Hund, der bis zweitausend zählte
2014
2015
2016


DAS PIXI KALENDARIUM


1954: 1-8 (8 Stück)
1955: 9-16 (8 Stück)
1956: -
1957: -
1958: 17-24 (8 Stück)
1959: -
1960: 25-32 (8 Stück)
1961: 33-40 (8 Stück)
1962: 41-56 (16 Stück)
1963: 57-64 (8 Stück)
1964: 65-72, 73 I - 80 I (16 Stück)
1965: 73 II - 80 II, 89-96 (16 Stück)
1966: 101-116 (16 Stück)
1967: 117-124 (8 Stück)
1968: 125-132 (8 Stück)
1969: 81-88, 133-148 (24 Stück)
1970: 149-164 (16 Stück)
1971: 165-172 (8 Stück)
1972: 173-188 (16 Stück)
1973: 189-196 (8 Stück) (ab Buch 189: 0,60 DM)
1974: 97-98, 197-216 (22 Stück)
1975: 217-236 (20 Stück)
1976: 237-244 (8 Stück)
1977: 253-266 (14 Stück) (ab Buch 253: 0,75 DM)
1978: 275-282 (8 Stück)
1979: 283-290 (8 Stück)
1980: 291-306 (16 Stück) (ab Buch 291: 0,90 DM)
1981: 307-330 (24 Sück)
1982: 331-342 (12 Stück) (ab Buch 331?: 1 DM)
1983: 343-370 (28 Stück)
1984: 371-408 (38 Stück)
1985: 409-448 (40 Stück) (ab Buch 409?: 1,20 DM)
1986: 449-472 (24 Stück)
1987: 473-510, 527-534 (46 Stück)
1988: 511-526, 535-558 (40 Stück)
1989: 559-596, 605-612 (46 Stück)
1990: 597-604, 613-636 (32 Stück) (spätestens ab Buch 621: 1,50 DM)
1991: 637-644, 653-660, 677-692 (32 Stück)
1992: 645-652, 661-676, 701-708 (32 Stück)
1993: 693-700, 709-738 (38 Stück)
1994: 739-768 (30 Stück)
1995: 769-808 (40 Stück)
1996: 809-848 (40 Stück)
1997: 849-896 (48 Stück) (ab Buch 873: 1,80 DM)
1998: 897-944 (48 Sück)
1999: 945-1008 (64 Stück)
2000: 1009-1072 (64 Stück)
2001: 1073-1128 (56 Stück) (ab Buch 1073: 0,95 €)
2002: 1129-1184 (56 Stück)
2003: 1185-1240 (56 Stück)
2004: 1291-1346 (56 Stück) + 50 Pixis aus der Pixi Jubiläumssserie mit alter Nummer
2005: 1347-1410 (64 Stück)
2006: 1411-1487 (77 Stück)
2007: 1488-1562 (75 Stück)
2008: 1563-1645 (83 Stück)
2009: 1646-1719 (74 Stück)
2010: 1720-1778 (59 Stück)
2011: 1779-1869 (81 Stück) + 24 neue Pixs aus dem Adventskalender
2012: 1870-1935 (xx Stück)
2013: 1936-2001
2014: 2002-2057
2015: 2058-2122
2016: 2123-2xxx

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